Unser Menschenbild

Wir als Initiator*innen und Macher*innen der KlapdorKollegen Academy sehen den Schlüssel zum Erfolg in einem humanistischen Menschenbild. Wir arbeiten mit der Überzeugung, dass Menschen die wichtigsten Faktoren in Unternehmen sind und der einzelne Mensch daher im Mittelpunkt jeder Führungsaufgabe steht. 

Das Humanistische Menschenbild

Das humanistische Menschenbild sieht Menschen als einzigartige Wesen, die von Grund auf gut sind. Dieses Menschbild basiert auf der Haltung, dass jeder das gleiche Recht auf Freiheit und das Leben hat und alle Entscheidungen, die dieses Leben beeinflussen, selbst bestimmen kann. Für Unternehmen bedeutet das, Menschen nicht nur als steuerbare Werkzeuge zum Erfolg zu sehen, sondern ihnen mit Wertschätzung und Respekt entgegen zu treten. 

Hinsichtlich der Führungsaufgabe bedeutet dies, aus einer wohlwollenden Grundhaltung zu agieren, motivierend und empathisch zu sein und die individuellen Wünsche und Bedürfnisse der Mitarbeiter*innen wahrzunehmen und im Blick zu haben. Denn Führungskräfte führen keine Maschinen, sondern Menschen. Es ist also wertvoll, sich über sich selbst und über das Bild, welches man von anderen Menschen in sich trägt, im Klaren zu sein. Diese innere Einstellung strahlt nach außen und beeinflusst maßgeblich, wie andere auf Dich als Führungskraft reagieren werden. 

Das Humanistische Menschenbild basiert unter anderem auf der Humanistischen Psychologie von Völker und der „Theorie Y“ von McGregor und gilt heutzutage als Grundlage für ein produktives Führungsverhalten. Ulrich Völker beschreibt vier Grundannahmen dieses Menschenbildes. 

Menschenbild

Menschen folgen einer Ziel- und Sinnorientierung. Humanistische Wertvorstellungen wie Freiheit, Gerechtigkeit und Menschenwürde prägen Leben und Handeln eines Menschen. Handlungen sind grundsätzlich intentional und verfolgen ein übergeordnetes Ziel, inklusive einer Suche nach Sinn und Erfüllung über die eigene Existenz hinaus.  

Menschen streben nach Autonomie. Der Mensch strebt nach Unabhängigkeit und Kontrolle. Er entwickelt ein aktives Selbst, das zunehmend in die eigene Entwicklung eingreifen und die Verantwortung für das eigene Leben sowie für die Gemeinschaft übernehmen kann. 

Menschen streben nach Selbstverwirklichung. Auch wenn alle primären Bedürfnisse befriedigt sind, ist der Organismus aktiv, lebendig, unternehmungslustig, weshalb Selbstaktualisierungstendenzen bzw. Wachstumsbedürfnisse als grundlegende Antriebskräfte des Organismus angesehen werden.  

Menschen sind ganzheitliche Wesen. Der Mensch wird als eine Einheit von Körper, Seele und Geist gesehen. Ein solches Wesen ist unverwechselbar und einzigartig.  

Für die Übertragung dieses Menschenbildes auf die Gestaltung der Arbeitswelt in Zahnarztpraxen stützen wir uns auf die Haltung der Positive Organizational Scholarship (POS), formuliert u.a. von Nico Rose (2017). Die POS macht sich bewusst auf die Suche nach den Stärken der Mitarbeiter*innen und des Teams, fokussiert sich auf die Dinge, die bereits vorbildlich und lebensspendend sind und strebt danach, diese zu stärken – optimistisch und sinnstiftend. 

„Unternehmen werden menschlicher,
Vorgesetzte werden vorbildlicher,
Mitarbeiter werden unternehmerischer,
gute Unternehmen erzielen Sinn und Gewinn.“

Adrian P. Menz

Lust auf mehr Details? Das hier sind einige unserer Quellen:

Arbeit besser machen (Nico Rose, 2019)
Menschen Führen Menschen: Unterwegs zu einem humanen Management (Adrian P. Menz, 1989)
Humanistische Psychologie (Ulrich Völker, 1980)
Praxiswissen Führung: Grundlagen – Reflexion – Haltung (Peter Berger, 2018)
Klinische Psychologie und Psychotherapie: Ein integratives Lehrbuch (Cord Benecke, 2014)
Psychologie (Werner Herkner, 2013)